Rolf Selzer

Preußische Truppenstempel auf Blank- und Schußwaffen von ca. 1810-1875. Band II.

Viele Dokumente zur Deutschen Heeresgeschichte gingen im Zweiten Weltkrieg in Potsdam unwiederbringlich verloren. Verschiedene vor 1866 erlassene preußische Vorschriften sind somit nicht mehr zugänglich. Besser wird die Quellenlage nach 1867, als Preußen mit den einzelnen Mitgliedsstaaten eine rege gegenseitige Unterrichtung in Militärfragen vornahm. So stehen Verordnungsblätter, Instruktionen, Vorschriften und Reglements für diesen Zeitraum noch vielfältig in verschiedenen bayerischen und württembergischen Archiven auch heute zur Verfügung. Für die Zeit zwischen ca. 1820 und 1867 trifft dies leider nur in Einzelfällen zu. Wenige Vorschriften sind überliefert. Meist bei der Einführung von neuen (Zündnadel-) Gewehren als Anweisung zum Stempeln der Waffen an die Büchsenmacher. So bei der Infanterie, bei den Pionieren und in nur geringem Umfang auch für die Kavallerie. Die ersten der oben erwähnten Dienstanweisungen sind in Band I. wiedergegeben. Die folgenden Beispiele sollen daher ein Gespür für das Lesen der älteren preußischen Truppenstempel vermitteln. Die Angaben erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit oder völlige Fehlerfreiheit. Manche Lesart läßt zusätzlich mehrere Deutungen zu. Gelegentlich führen preußische Truppenstempel vor der Reichsgründung zu Irritationen. Teilweise liegt dies sicherlich auch an den von späteren Stempelvorschriften nach 1877 abweichenden Stempelformen, wie auch an der häufig verzwickten Formationsgeschichte.

Best.-Nr. 9628

Preis: 35 €

ISBN 978-3-929652-21-5

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